Sonntag, 23. September 2007
Die Zivilisation hat uns wieder
Nachdem wir mit unserem Bob nun eine ganze Weile kontinuierlich aus der Zivilisation herausgefahren sind, haben wir nun den umgekehrten Weg beschritten und nähern uns ihr immer weiter an. Seien es die täglich dichter werdende Besiedelung, die beständig breiter werdenden Strassen und natürlich vor allem die stetig steigende Menge von Verkehr um uns herum.
Vorgestern schließlich hat es uns noch mit der vollen Breitseite erwischt, und wir standen mitten im Freitagnachmittagstau rund um Vancouver. Wenn das nicht genau der "richtige" Wiedereinstieg in die Zivilisation ist...
Grüße aus dem Stau
Tiru
Vorgestern schließlich hat es uns noch mit der vollen Breitseite erwischt, und wir standen mitten im Freitagnachmittagstau rund um Vancouver. Wenn das nicht genau der "richtige" Wiedereinstieg in die Zivilisation ist...
Grüße aus dem Stau
Tiru
Unterwegs nach Gold Mountain
Unsere Bobbesatzung ist von einer geheimnisvollen, aber offenbar sehr ansteckenden
Krankheit befallen worden. Die Symptome sind glänzende Augen und glitzernde Finger.
Unsere Kranheit hat auch einen Namen: es ist das Goldfieber.
In den Bob eingeschleppt wurde sie offenbar von Thorhall, der sich vermutlich in Fort Steele bei Mr. Nuggets angesteckt hat. Dort bekam er einen Intensivkurs im Goldwaschen, und seitdem dreht sich alles nur noch um das eine. 
Auch ist uns das Glück hold, denn als wir enttäuscht vor den zur Nachsaison schon geschlossenen Toren einer alten Goldmine standen, und gerade unverrichteter Dinge von dannen ziehen wollten, kam einer der Museumshüter vorbei, der für Freunde eine Privatführung veranstalten wollte, und da hat er uns mitgenommen.
Dann haben wir endlich den Gold Mountain erreicht,
und uns am nächsten Morgen frisch ans Werk gemacht und Gold gewaschen. Und siehe da, Thorhall ist tatsächlich erfolgreich gewesen und hat Gold gefunden!!!! 
Dafür darf er uns dann jetzt demnächst mal schick zu McDonalds ausführen….
Goldige Grüße
Tiru
Krankheit befallen worden. Die Symptome sind glänzende Augen und glitzernde Finger.Unsere Kranheit hat auch einen Namen: es ist das Goldfieber.
In den Bob eingeschleppt wurde sie offenbar von Thorhall, der sich vermutlich in Fort Steele bei Mr. Nuggets angesteckt hat. Dort bekam er einen Intensivkurs im Goldwaschen, und seitdem dreht sich alles nur noch um das eine. 
Auch ist uns das Glück hold, denn als wir enttäuscht vor den zur Nachsaison schon geschlossenen Toren einer alten Goldmine standen, und gerade unverrichteter Dinge von dannen ziehen wollten, kam einer der Museumshüter vorbei, der für Freunde eine Privatführung veranstalten wollte, und da hat er uns mitgenommen.
Dann haben wir endlich den Gold Mountain erreicht,
und uns am nächsten Morgen frisch ans Werk gemacht und Gold gewaschen. Und siehe da, Thorhall ist tatsächlich erfolgreich gewesen und hat Gold gefunden!!!! 
Dafür darf er uns dann jetzt demnächst mal schick zu McDonalds ausführen….
Goldige GrüßeTiru
Freitag, 21. September 2007
Die Wüste riecht
Im Süden Kandas gibt es eine kleine Wüste. Und weil sie so klein ist, nennt sich diese Wüste auch "Pocket Desert". Angekündigt wurde sie uns - laut Reiseführer - mit Kakteen und echtem Mexiko-Feeling. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen!
Auf der Suche nach der kleinen Pocket Desert sind wir denn in Osoyoos im Nk'mip Desert Cultural Center gelandet, wo uns neben einer Austellung über die Native People eben auch ein Trail in die Wüste erwartete. Die Kakteen haben wir dann auch gefunden, doch sie waren ganz klein, sozusagen Pocket Cactus.
PS: Die Wüste ist übrigens nur in Kanada so klein, dass sie in die Tasche passt - der Löwenanteil liegt in den USA, und wir konnten quasi sogar rübergucken. Und dort sind die Kakteen bestimmt auch viel größer!
Auf der Suche nach der kleinen Pocket Desert sind wir denn in Osoyoos im Nk'mip Desert Cultural Center gelandet, wo uns neben einer Austellung über die Native People eben auch ein Trail in die Wüste erwartete. Die Kakteen haben wir dann auch gefunden, doch sie waren ganz klein, sozusagen Pocket Cactus.Und es stellte sich heraus, dass das Erlebnis dieser Wüste, ganz anders als erwartet, nicht mit den Augen erfolgte, sondern viel mehr mit der Nase.
Es schnuppert
Tiru
PS: Die Wüste ist übrigens nur in Kanada so klein, dass sie in die Tasche passt - der Löwenanteil liegt in den USA, und wir konnten quasi sogar rübergucken. Und dort sind die Kakteen bestimmt auch viel größer!Ich träum' von Waltons Mountain
So fahren wir tagaus tagein über Gipfel, durch Wälder, an Flüssen und Seen entlang und durch die Prärie und wenn ich so hinaus blicke und vor mich hinträume, tauchen in meinem Kopf bei so manchem An- und Ausblick immer wieder eine Melodie und die dazu gehörenden Bilder aus Kindertagen auf: Hier sieht es aus wie in Waltons Mountain! Das brummige Fahrgeräusch des Bobs erinnert an John Waltons Oldtimer (trööt-tröööt) und der Spritverbrauch dürfte auch vergleichbar sein. Immer wieder schmeichelt sich der Ohrwurm bei mir ein, aber seit einigen Tagen lässt er mich gar nicht mehr los. Denn ich habe Waltons Mountain gefunden!
Heute heißt es Waterton Townsite, liegt postkartenverdächtig am Upper Waterton Lake im gleichnamigen Nationalpark. Die Rehe spazieren durch's Dorf und fressen die Vorgartenblumen und es gibt alles was man braucht: Einen Campingplatz, mehrere Restaurants und Kneipen gleich daneben, ein paar Touri-Schnickes-Shops, eine Polizeistation, ein Kino und last but not least einen Lebensmittelalden. Leider wird man dort nicht vom alten Ike begrüßt, aber am Sortiment hat sich vermutlich nicht viel geändert. Gute Nacht, John-Boy! ;-)Donnerstag, 20. September 2007
Kanadische Kleinstädte
Uns fällt immer wieder auf, dass der Kanadier offenbar bestrebt ist, einen Ausgleich zu den schönen Landschaften seiner Umgebung zu schaffen, und daher seine Städte besonders hässlich macht. Oder aber - das ist eine weitere Theorie - er hat einfach so viel mehr Platz als wir im überfüllten Europa, dass sich niemand die Mühe macht, den ganzen Kram aufzuräumenund einfach alles liegenlässt. Jedenfalls sind die meisten Orte, die wir bisher gesehen haben, entweder - wie Jasper oder Banff - kleine Retortenstädtchen nur für Touristen oder, wenn echte Menschen drin wohnen, versprühen sie meistens den Charme der morbiden Baufälligkeit von Gartenhäuschen oder Dauercampern.
Daher sind wir bereitwillig darauf eingegangen, als uns unser Reiseführer einen Stopp in Nelson empfahl, da sich hier noch eine veritable, schöne und restaurierte Altstadt befände. Altstadt bedeutet hier: so um die Jahrhundertwende.
Tatsächlich war die Innenstadt von Nelson - von dem auffällig hohen Anteil an irgendwie auffälligen oder seltsamen Menschen abgesehen, ungewöhnlich schön für kanadische Verhältnisse. Doch wie Thorhall treffend festgestellt hat, ist Nelson "eine Stadt der Erleuchteten, Friedensbewegten und Bekifften", was vermutlich auf einen ganz in der Nähe befindlichen Ashram zurückzuführen ist. Oder umgekehrt?
Ob die Nähe eines Ashrams zu einem höheren Charme von Pinchers Creek oder Grand Forks beitragen würde, wäre vielleicht einen Versuch wert. Aber in diesem Urlaub werden wir es wohl nicht mehr herausfinden...
Daher sind wir bereitwillig darauf eingegangen, als uns unser Reiseführer einen Stopp in Nelson empfahl, da sich hier noch eine veritable, schöne und restaurierte Altstadt befände. Altstadt bedeutet hier: so um die Jahrhundertwende.
Tatsächlich war die Innenstadt von Nelson - von dem auffällig hohen Anteil an irgendwie auffälligen oder seltsamen Menschen abgesehen, ungewöhnlich schön für kanadische Verhältnisse. Doch wie Thorhall treffend festgestellt hat, ist Nelson "eine Stadt der Erleuchteten, Friedensbewegten und Bekifften", was vermutlich auf einen ganz in der Nähe befindlichen Ashram zurückzuführen ist. Oder umgekehrt?
Ob die Nähe eines Ashrams zu einem höheren Charme von Pinchers Creek oder Grand Forks beitragen würde, wäre vielleicht einen Versuch wert. Aber in diesem Urlaub werden wir es wohl nicht mehr herausfinden...
Erleuchtete Grüße
Tiru
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