Dienstag, 4. September 2007

Dinner for four

Vancouver hat eine unbedingt sehenswerte Chinatown!
Das steht so in allen Reisefuehrern, und daher beschlossen wir frueh, dass wir uns diese natuerlich auch ansehen wollen. Und da wir zudem neugierig waren, wie sich die chinesische Kueche ausserhalb der deutsch-chinesischen Restaurantlandschaft so darstellt, wollten wir denn dort zu Abend essen gehen.
So, und nachdem wir nun einen ganzen langen Tag mit allerhand Sightseeing und der Erkundung des oeffentlichen Nahverkehrsnetzes in und um Vancouver verbracht haben, sind wir noch einmal zu einem kleinen Nickerchen in unsere koeniglichen Gemaecher zurueckgekehrt, um schliesslich frohgemut, frisch entspannt und vor allem hungrig gen Chinatown aufzubrechen.
Doch als wir dort so gegen 21h00 eintrafen, war der Schock gross: wo am Nachmittag noch reges Treiben herrschte, als wir mit dem Bus durchgefahren sind, war jetzt - nichts. Gar nichts. Alle Geschaefte, alle Restaurants, alle Takeaways waren geschlossen, und auch auf den Strassen keine Menschenseele :(
Was nun? Als wir gerade darueber berieten, wie wir nun am besten wieder in eine etwas belebtere Gegend kommen, fiel Orsina ploetzlich eine Leuchtreklame ins Auge: "Open!". Und es gehoerte sogar zu einem Restaurant! ...das sich allerdings im dritten Stock eines geschlossenen Einkaufszentrums befand.
Mit dem Mut der Hungrigen enterten wir das verlassene Gebaeude, fanden sogar einen funktionierenden Aufzug, der uns sofort in das Restaurant trug. Auch der Kellner, der uns gleich entgegeneilte, versicherte, dass noch geoeffnet sei, also liessen wir uns froehlich nieder.
Ausser unserem eilig gedeckten Tisch gab es noch einen weiteren besetzten Tisch voller Chinesen, der sich aber mit unserem Eintreffen blitzschnell aufloeste und in hektische Betriebsamkeit verfiel - offenbar hatten wir die Kellner bei einer letztem Jasminteepause vor den naechsten groesseren Umbaumassnahmen aufgestoebert.
Denn waehrend wir eine Komponente nach der anderen unseres "Dinner for four" serviert bekamen, verschwanden nach und nach immer mehr Trennwaende und unser ohnehin schon nicht kleines Restaurant verwandelte sich in ein noch viel riesigeres, das laut Kellner bis zu 1600 Gaeste fassen kann. Nun gut, die 4 mehr oder weniger fielen dann auch nicht weiter auf :)

Ach ja, und ein Fazit zur chinesischen Kueche? Sehr lecker! Wie erwartet ein wenig anders als bei uns, und vor allem die Verwendung von Warmhalteplatten scheint dem deutschen Geschmack angepasst zu sein, aber schliesslich verliessen wir gluecklich und gesaettigt das Restaurant, erschreckten noch ein paar Wachleute, die gar nicht mit Menschen in ihrem leeren Einkaufszentrum gerechnet hatten, und traten den Heimweg an.

Chinesische Gruesse
Tiruba

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