Mittwoch, 19. September 2007

Ice Ice, Baby

Obwohl wir angesichts der ersten beiden Nachtfröste im Jasper Nationalpark, die wir zur Steigerung des Selbsterfahrungsfaktors auch ohne Heizung verbringen durften (die ist nämlich kaputt!!!), zur Zeit nicht unmittelbar als Zeugen der Klimaerwärmung zu bezeichnen sind, haben wir dennoch ein sehr anschauliches Beispiel für das Gletschersterben erhalten. Die Straße von Jasper nach Banff ist der so genannten Icefields Parkway ^^ und führt entlang des Columbia Icefields. Dort ist am Athabasca Gletscher ein Visitor Centre eingerichtet, das über Entstehung und spekulative Zukunft der Gletscher informiert. Jenen Besuchern, die nicht 30 Can $ für eine Fahrt mit dem Snowcoach bezahlen wollen – ein Vergnügen, das angesichts des Preises von den meisten unserer mitgebrachten Reiseführern nicht empfohlen wurde – bietet sich die Möglichkeit, an den Gletscher heran zu fahren und eine kleine, aus Sicherheitsgründen abgeteilte Zunge der Eismasse zu betreten. Es liegt in der Natur der Dinge, dass dieses kleine Stück begehbarer Gletscher nicht strahlend weiß, sondern ziemlich dreckig-grau daher kommt. Dennoch ist es ein eindrucksvolles Gefühl darauf zu stehen. Noch viel beeindruckender ist allerdings der Weg hin zum Athabasca Gletscher, denn dort wird anhand von Wegmarken mit Jahreszahlen dokumentiert, bis wohin die Eismassen bis vor einige Zeit mal reichten bzw. wie weit sie sich in der Zwischenzeit zurückgezogen haben.

Es schmilzt
Orsina

Reichweite des Gletschers 1982: Man sieht, man sieht nichts vom Gletscher

Reichweite des Gletschers 1992: Hinten ist die Gletscherzunge zu sehen.

Gletscherfüße heute


Athabasca-Gletscher von weitem

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